Willem Vos wurde am 10. März 1940 im nordholländischen Ort Broek in Waterland geboren. Aufgrund der zahlreichen Seen, Wassergräben und Kanäle besaßen so gut wie alle Einwohner von Broek ein eigenes Boot. Die hölzernen Jollen und Plattbodenboote der Bauern und Fischer weckten bei Willem großes Interesse, und Holz, Schiffe und Geschichte sind daher Dinge gewesen, mit denen er wie selbstverständlich aufwuchs.
Im Jahr 1968 gründete Willem Vos ein eigenes Unternehmen, das unter anderem Schiffe aus Holz und Polyester baute. Doch in dieser Zeit der Innovationen und Modernisierung sank die Nachfrage nach von Hand gebauten Schiffen immer mehr und als Vos bei der Bank einen Kredit beantragen wollte, teilte man ihm unumwunden mit, sein Fach sei eine „Sehenswürdigkeit", die in ein Museum gehöre.
Da wurde Willem Vos klar, dass man, sollte es ihm gelingen, ein großes Schiff aus dem 17. Jahrhundert völlig nach den damaligen Methoden nachzubauen, ganz sicher bereit wäre, dafür zu bezahlen, um die Ausübung dieses Fachs „live" sehen zu können. So beschloss Willem Vos, den Ostindienfahrer „Batavia" nachzubauen, ein Projekt, das sich zu einem noch nie da gewesenen Experiment im historischen Schiffsbau entwickelte.
Als Willem Vos 2003 als Schiffbaumeister der Batavia-Werft zurücktrat, beschloss deren Leitung, den Willem-Vos-Fonds einzurichten. Mithilfe dieses Fonds sollen die Kenntnisse über den Bau von Holzschiffen, insbesondere von Schiffen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, gefördert werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.willemvosfonds.nl.